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Neuer Beratungsleitfaden zur Notfall-Pille

Die Apotheke ist seit der Ent­las­sung von Not­fal­lkon­trazep­ti­va aus der Rezeptpflicht im Jahr 2015 eine der wichtig­sten Anlauf­stellen für die fach­liche Beratung bei ein­er Ver­hü­tungspanne. Ein Grund: Der Wis­sen­stand um die rezept­freie Abgabe der Notfall-Pille ist in den let­zten Jahren gestiegen. Eine aktuelle Umfrage 1) zeigt, dass 76 % der Frauen um die Möglichkeit wis­sen, Not­fal­lkon­trazep­ti­va ohne Rezept in der Apotheke zu erhal­ten. Ger­ade deshalb ist ein adäquates, aus­führlich­es Beratungs­ge­spräch betrof­fen­er Frauen von erhe­blich­er Rel­e­vanz. Um das Apotheken­fach­per­son­al bei den Her­aus­forderun­gen in der Beratung zu unter­stützen, ste­ht als Ser­vice von Lev­ono­raris­to® ein Beratungsleit­faden für das Gespräch zur Ver­fü­gung. Dieser stellt über­sichtlich die wichtig­sten Punk­te, die in jed­er Beratung zur Notfall-Pille abge­fragt wer­den soll­ten dar und bietet Unter­stützung bei der Wahl des indi­vidu­ell für die Kundin passenden Wirk­stoffs – beson­ders im Hin­blick auf dessen Wirk­weise und eventuelle Wechselwirkungen.

 

Wirkweise und Wechselwirkungen – Empfehlung des geeigneten Wirkstoffs im Beratungsgespräch

Für eine Empfehlung des für die Kundin geeigneten Prä­parats, ist es zunächst von Bedeu­tung, grundle­gende Infor­ma­tio­nen einzu­holen – zum Beispiel über die reg­uläre Kon­trazep­tion­s­meth­ode, die hier­bei eine entschei­dende Rolle spielt. Ist für die Ver­hü­tungspanne eine vergessene Antibabyp­ille ursäch­lich, sollte im ersten Schritt gemein­sam mit der Kundin über­prüft wer­den, ob diese ein­mal oder mehrmals vergessen wurde und zu welchem Zeit­punkt. Mit dem im neuen Beratungsleit­faden inte­gri­erten Not­fallplan lässt sich schnell und unkom­pliziert her­aus­find­en, ob die Ein­nahme ein­er Notfall-Pille nötig ist. 2), 3)

Auch die Ein­nahme bes­timmter Medika­mente sollte in der Beratung der Kundin vor der Abgabe der Notfall-Pille abge­fragt wer­den. So kön­nen beispiel­sweise CYP3A4-Induktoren wie Medika­mente zur Behand­lung von Epilep­sie oder Tuberku­lose sowie HIV-Medikamente oder Prä­parate, die Johan­niskraut in hoher Dosierung enthal­ten, die Wirk­samkeit der Notfall-Pille gefährden, da sie den Blut­spiegel von Lev­onorgestrel senken kön­nen. 4) In diesen Fällen wird ein nichthor­monelles Not­fal­lkon­trazep­tivum (d. h. eine Kupfer­spi­rale) emp­fohlen. Für Frauen, die keine Kupfer­spi­rale ver­wen­den kön­nen oder möcht­en, ist die Ein­nahme ein­er dop­pel­ten Dosis Lev­onorgestrel (z. B. 2 x 1,5 mg inner­halb von 72 Stun­den nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr) eine Alter­na­tive (diese Second-Line-Anwendung ist nicht untersucht).

 

Beratungsleitfaden unterstützt das individuelle Kundengespräch

Damit Sie im Apotheke­nall­t­ag den Überblick behal­ten kön­nen, gibt es als Ser­vice von Lev­ono­raris­to® einen Leit­faden für das Beratungs­ge­spräch, um stets die indi­vidu­ell passende Not­fal­lkon­trazep­tion empfehlen zu kön­nen. Den über­sichtlichen und han­dlichen Beratungsleit­faden kön­nen Sie hier herunterladen.

1) forsa-Umfrage unter 1.035 Frauen zwis­chen 20 und 40 Jahren, Erhe­bungszeitraum: 6. Sep­tem­ber bis 19. Sep­tem­ber 2018

2) Cameron ST et al. The effects on ovar­i­an activ­i­ty of ulipristal acetate when ‘quick­start­ing’ a com­bined oral con­tra­cep­tive pill: a prospec­tive, ran­dom­ized, double-blind parallel-arm, placebo-controlled study. Hum Reprod 2015; 30: 1566–1572

3) Brache V et al. A prospec­tive, ran­dom­ized, phar­ma­co­dy­nam­ic study of quick-starting a des­o­gestrel progestin-only pill fol­low­ing ulipristal acetate for emer­gency con­tra­cep­tion. Hum Reprod 2015; 30: 2785–2793

4) Carten ML et al. Phar­ma­co­ki­net­ic inter­ac­tions between the hor­mon­al emer­gency con­tra­cep­tion, lev­onorgestrel (Plan B), and Efavirenz. Infect Dis Obstet Gynecol 2012: 137192

Levonoraristo 1,5 mg Tabletten (Ap) Wirkstoff: Levonorgestrel Zusammensetzung: 1 Tbl. enth. 1,5 mg Levonorgestrel, sonst. Bestandt.: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K-25 (E1201), hochdisperses Siliciumdioxid (E 551), Magnesiumstearat (Ph. Eur.) (E 572). Anwendung: Notfallkontrazeption innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder im Fall des Versagens einer Kontrazeptionsmethode. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Wirkstoff oder einen der sonst. Bestandteile. Schwangerschaft: Arzneimittel führt nicht zum Abbruch einer bestehenden Schwangerschaft; Anwendung während der Schwangerschaft nicht empfohlen. Stillzeit: Levonorgestrel wird in die Muttermilch ausgeschieden (Stillen unmittelbar vor der Einnahme bzw. nach der Anwendung das Stillen für mind. 8 Stunden verschieben. Nebenwirkungen: Sehr häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schmerzen im Unterbauch, Spannungsgefühl der Brust, verspätete/stärkere Menstruation, Blutungen, Müdigkeit. Häufig: Durchfall, Erbrechen; Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, Fälle von thromboembolischen Ereignissen. Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten. (Stand April 2015). Aristo Pharma GmbH, Wallenroder Straße 8-10, 13435 Berlin.

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