Regelblutung, Abbruchblutung, Schwangerschaft, Pille danach

Die monatliche Blutung ist der Beginn jedes neuen Zyklus. Eine Blutung kann auch andere Ursachen haben und muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die monatliche Periode eingesetzt hat: Auch während einer Schwangerschaft kann es zu Blutungen kommen, ebenso wie nach dem Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln oder dem Einnehmen der Pille danach. Um zu unterscheiden, was die Ursache für die Blutung ist, sind verschiedene Faktoren entscheidend. Dauer, Intensität und Farbe der Blutung können Hinweise darauf geben, welche Ursache der Blutung vorliegt.

Die Periode

Wenn die Periodenblutung einmal im Monat einsetzt, dann bedeutet das den Beginn eines neuen Zyklus. Mit ihr wird alles wieder auf Anfang gesetzt: Die Eizelle wurde in diesem Zyklus nicht befruchtet, die extra dafür aufgebaute Schleimhaut in der Gebärmutter nicht mehr benötigt und zusammen mit dem Blut ausgeschieden. Dauer und Intensität der Periode sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Normal ist eine Dauer von ca. 3-6 Tagen, danach kann es noch einige Tage zu sogenannten Schmierblutungen kommen. Diese sind weniger intensiv und das Blut ist eher bräunlich anstatt rot.

Blutung nach Einnahme der „Pille danach

Nach einer Verhütungspanne kann die Pille danach eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Direkt nach der Einnahme der „Pille danach“ kann es zu leichten Schmierblutungen kommen, die durch die kurzfristige Veränderung des Hormonhaushalts hervorgerufen werden. Es kommt jedoch nicht zu außerordentlichen Blutungen oder gar einer Abbruchblutung. Denn die Notfallpille führt nicht zu einem Schwangerschaftsabbruch, sondern nur zur Verschiebung des Eisprungs, sodass eine Befruchtung der Eizelle verhindert wird.

Einnistungsblutung (Nidationsblutung) zu Beginn einer Schwangerschaft

Wurde eine Eizelle befruchtet, nistet sie sich anschließend in der Gebärmutterschleimhaut ein. Dabei können kleine Gefäßverletzungen entstehen sowie manchmal auch ein sogenannter Einnistungsschmerz. Die Nidationsblutung ist meistens kürzer als eine normale Periodenblutung (etwa 1-2 Tage) und unterscheidet sich auch in der Farbe: Das Periodenblut ist eher dunkelrot bis bräunlich gefärbt, während das Blut, das bei der Einnistung in die Gebärmutter entstehen kann, eher hellrot ist. Die Periode beginnt etwa 14 Tage nach dem Eisprung – die Einnistungsblutung meist etwas früher. Bei der Einnistung einer befruchteten Eizelle muss es nicht zwangsläufig auch zu einer Blutung kommen – häufig bemerken Schwangere auch nichts davon.

Hormonbedingte Schwangerschaftsblutungen

Diesekönnen vor allem in der Frühschwangerschaft auftreten und sind oftmals deutlich schwächer als die Menstruation. In dieser Phase nämlich stellen sich der Körper und in erster Linie die Hormone so um, dass sie den neuen Aufgaben gewachsen sind. Während der Umstellung kann es sein, dass Frauen leichte vaginale Blutungen haben, die oft sogar dann auftreten, wenn es normalerweise Zeit für die Periodenblutung wäre. Daher werden solche hormonbedingten Schwangerschaftsblutungen auch häufig mit der Periode verwechselt – gerade dann, wenn die Blutung etwas kräftiger ausfällt. Blutungen in der Schwangerschaft – egal, ob leicht oder schwer – sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Um festzustellen, ob du schwanger bist, vereinbare einen Termin in deiner gynäkologischen Praxis. Sicherheit kann ein Test bieten, in dem das Schwangerschaftshormon Beta-HCG (Beta-Humanes Choriongonadotropin) im Urin oder im Blut nachgewiesen wird.

Abbruchblutung nach Absetzen der Pille oder in der Pillenpause

Wenn die hormonelle Langzeitverhütung, zum Beispiel in Form der Pille oder eines Verhütungsrings, abgesetzt wird, dann kann es zu einer typischen Abbruchblutung kommen, wie sie auch während der Pillenpause stattfindet. Diese Blutung ist eine Reaktion auf die plötzliche Veränderung des Hormonhaushalts und kann ebenfalls mit der Regelblutung verwechselt werden.

Wenn eine Schwangerschaft direkt nach dem Absetzen der Pille beginnt, dann wird die Abbruchblutung oftmals falsch gedeutet und als Monatsblutung wahrgenommen. Daher sollte man dann auch auf weitere Signale des Körpers achten, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können:

  • erhöhte Spannung in den Brüsten,
  • Übelkeit,
  • Müdigkeit,
  • Schwindel,
  • dauerhaft erhöhte Basaltemperatur.

Komplikationen bei einer Schwangerschaft

Leider gibt es auch problematische Blutungen, die sich häufig durch braunen, übelriechenden Ausfluss oder begleitende starke Schmerzen wie Krämpfe oder einseitige Unterleibschmerzen bemerkbar machen. Ursächlich dafür können eine Eileiterschwangerschaft oder eine Bauchhöhlenschwangerschaft sein, oder eineFehlgeburt. Bei sehr starken Schmerzen sollte daher immer eine Kontrolle durch eine/n Gynäkologin/Gynäkologen stattfinden.